Stadtrundgang: Leiharbeit nicht verbessern - sondern abschaffen! | 1. Juli | 15 Uhr

Am 1. Juli wollen wir - "Leiharbeit nicht verbessern - sondern abschaffen!" - mit einen Stadtrundgang auf das Thema Leiharbeit aufmerksam machen. Beim Rundgang werden wir neben den für die unsäglichen Tarifverträge verantwortlichen DGB, auch ein paar Zeitarbeitsfirmen einen Besuch abstatten.

WANN: 1. Juli 15 Uhr

WO: Hebelstr. 10 DGB-Haus

Bereits Anfang Juni wurde ein "Offener Brief" an den DGB verschickt mit der Forderung, dieser solle die Tarifverträge im Leiharbeitssektor kündigen und damit endlich das Prinzip "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" durchsetzen.

Aktionsbündnis «Leiharbeit abschaffen»

Donnerstag ⋅ 25. Juni 2009 ⋅ URL

A better life for you and me!

Die große Krise führt es den Proletarisierten in aller Herren Länder eindringlich vor Augen: Sie produzieren eine Welt, die nicht die ihre ist und sich ihrer Kontrolle vollständig entzieht, im Aufschwung wie in der Krise. In den vergangenen Jahren hieß es: mehr Verzicht für bessere Zeiten. Jetzt heißt es: mehr Verzicht für weniger schlechte Zeiten. Auf den großen Demonstrationen in Berlin und Frankfurt am Main gegen die Abwälzung der Krisenfolgen auf dem Rücken der Proletarisierten, haben wir deshalb gemeinsam mit den Freundinnen und Freunden der klassenlosen Gesellschaft und der Gruppe K-21 ein Statement verteilt, in dem wir zu dem Ergebnis kommen, dass Hoffnung alleine in der Selbsttätigkeit der Ausgebeuteten liegt.

Es kann die Befreiung der Arbeiterklasse nur das Werk der Arbeiter sein!

Sonntag ⋅ 29. März 2009 ⋅ URL

Gegen nationalistische Spaltung – Gemeinsam kämpfen!

In England sind wilde Streiks in der Öl- und Energiebranche entflammt, die sich gegen Entlassungen im Zuge der Wirtschaftskrise richten. Nachdem Teile der Stammbelegschaften durch italienische und portugiesische Arbeitskräfte ersetzt wurden –- weil diese für die Unternehmen billiger sind -–, prägen nationalistische Parolen das Bild der Proteste in der Öffentlichkeit. Die Gewerkschaften verteilen auf den Protesten Plakate mit der Parole „British jobs for british workers“, die auf einen Ausspruch des sozialdemokratischen Premierministers Gordon Brown zurückgeht. Protestierende schwenken britische Nationalfahnen. Auch wenn wir Proteste gegen die Folgen der Krise an sich begrüßen und unterstützen, lehnen wir solche nationalistischen Parolen entschieden ab. Sie befördern eine reaktionäre Ideologie, die fremdländische von einheimischen Menschen spaltet, anstatt gemeinsam mit ihnen zu kämpfen, und die den ideologischen Boden für rassistische Hetze und Pogrome vorbereitet. Zusätzlich wird durch derartige Vereinfachungen und Verzerrungen der gesellschaftlichen Realität von den eigentlichen Ursachen der Krise abgelenkt. Denn die Ursache für die Krise liegt im System, nicht in den Opfern des Systems, egal woher sie kommen. Stattdessen erinnern wir daran: „Die Arbeiter haben kein Vaterland.“ Den globalen Kapitalismus können wir nur überwinden, wenn wir alle gemeinsam kämpfen. Das Kapital ist überall, der Kampf dagegen muss es ebenfalls sein!

Hoch die internationale Solidarität! Für die weltweite soziale Befreiung!

Sonntag ⋅ 15. Februar 2009 ⋅ URL

Gegen Homophobie und Faschismus!

Nachdem im letztem Jahr die Queerparade in der bulgarischen Hauptstadt Sofia von Faschisten angegriffen wurde, unter anderem mit Molotovcocktails, mobilisiert dieses Jahr ein noch breiteres Bündnis der Rechten gegen die Demonstration. Der derzeitige Chef des "Bulgarischen Nationalbundes", Boyan Rasate, drohte den Demonstrierenden unverhohlen: “Wir würden alles Mögliches tun um den Demonstrationszug anzuhalten... und ich meine auch wirklich alles.“ Diese offene Morddrohung findet in einer von Homophobie geprägten gesellschaftlichen Atmosphäre statt, die weite Teile der Bevölkerung, bis hin zu Mitgliedern des Parlaments, erfasst hat.

Doch diese erschreckenden Tendenzen in Bulgarien sind kein isolierter Einzelfall. Auch in vielen anderen Gesellschaften Ost-Europas sind homophobe Ressentiments bis hin zu offenen Gewaltanwendungen ein großes Problem. Zur Lage in Rußland gibt es einen Artikel aus der Jungle World, noch mehr Informationen gibt es hier.

Angesichts dieser unerträglichen Situation solidarisieren wir uns mit der bulgarischen Queer-Bewegung!

Freitag ⋅ 26. Juni 2009 ⋅ URL

Leben für den totalen Markt?

Gegen Leiharbeit und die fortschreitende Verschlechterung unserer Lebensbedingungen

Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter sind die ersten Opfer der Wirtschaftskrise. Seit Ende des vergangenen Jahres sind bis zu 150.000 von ihnen entlassen worden. Für die Unternehmen hat sich die Einführung der Leiharbeit damit gelohnt, denn genau das ist der Sinn der Leih- bzw. Zeitarbeit: In Zeiten des Aufschwungs wird die „Flexibilität“ der Lohnabhängigen genutzt, um billige Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen; in Zeiten des Abschwungs dient sie dazu, diese Arbeitskräfte möglichst problemlos wieder entlassen zu können, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

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Die Leiharbeit — wesentlich auf den Weg gebracht von der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung, abgesegnet von den Gewerkschaften — ist nur ein extremes Beispiel für die immer weiter fortschreitende Verschlechterung unserer Lebensverhältnisse in den letzten Jahren. Aber woraus speist sich die Logik der immer schärferen Ausbeutung, die hier in Extremform zum Vorschein kommt? Genügt es, die schlimmsten Auswüchse des kapitalistischen Systems zu bekämpfen, oder verkennt man damit das tiefere Problem? Welche Rolle spielt die reformistische Linke, wenn es darum geht, die gesellschaftlichen Verhältnisse grundlegend infragezustellen und zu überwinden? Mit dieser und anderen Fragen setzen wir uns in unserem neuen Flugblatt zum Thema Leiharbeit auseinander.

Außerdem sei hier auf das Flugblatt des Freiburger Aktionsbündnisses "Leiharbeit abschaffen" verwiesen.

Donnerstag ⋅ 19. März 2009 ⋅ URL
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